Handydiät 2017

Zwei Tage ohne Handy, geht das? Die Klasse 8d macht den Test

In der Klasse 8d der IGS Trier haben vom 14.02.2017 bis zum 16.02.2017 fünf Schüler und ihre Deutschlehrerin an einer digitalen Diät teilgenommen. Sie bewahrten ihre Handys im Schultresor auf und mussten die Hindernisse des Alltags für zwei Tage ohne den elektronischen Begleiter meistern. Während dieser Diät führten sie ein sogenanntes „Offline-Tagebuch“. In diesem beschrieben sie, wie sie sich fühlten. Aber warum tut man sowas? Dieses Projekt wird gemacht, um zu sehen, wann man an seine Grenzen stößt und wer es ohne Handy aushält. Es gibt durchaus einige Gründe, die für diese Diät sprechen und nachfolgend dargestellt werden.

Eine Smartphone-Diät ist sinnvoll, da sie hilft wieder weniger mit dem Handy auszukommen. Man denke etwa an das Suchtverhalten vieler Menschen. Durch die zwei Tage kann man den normalen Gebrauch eines Smartphones lernen und zum Beispiel anschließend sein Spielverhalten etwas drosseln. Natürlich stimmt es auch, dass man im Notfall niemanden erreichen kann. Aber man muss auch bedenken, dass es nur zwei Tage sind und die Wahrscheinlichkeit, dass etwas in dieser Zeit passiert, sehr gering ist. Außerdem spricht für dieses Experiment, dass man mehr Zeit für seine Familie hat und man mehr auf sie achtet. Beispielsweise wenn man am Tisch sitzt und mit der Familie isst, während man mit ihr über verschiedene Themen redet. Dann kann das Handy nicht mal einfach so klingeln oder vibrieren und somit die Konversation mit den Eltern unterbrechen. Darüber hinaus lenkt das dauernde Klingeln und Vibrieren von der Umwelt ab und ohne diese Störungen kann man sich viel besser konzentrieren.

Mein Fazit aus dieser Argumentation ist, dass es für diese kurze Zeit ein sehr interessantes Projekt war, weil man wirklich sieht, wie sehr das Handy einen im Alltag beeinflusst. Bereits kleine Kinder nutzen das Handy, obwohl dies nicht gut für ihre Entwicklung ist. Ich werde in Zukunft meine Handynutzung reduzieren und lernen, mich anders zu beschäftigen.

Aus folgenden Gründen haben sich jedoch einige Schüler gegen eine Smartphone-Diät entschieden:

Eine Smartphone-Diät ist unsinnig, da man im Notfall erreichbar sein sollte. Man denke etwa daran, wenn man den Bus verpasst und die Eltern erreicht werden müssen, um zum Beispiel abgeholt zu werden. Natürlich muss man auch bedenken, dass es nicht immer Notfälle gibt und man auch selten alleine unterwegs ist und außerdem Telefonzellen aushelfen können. Aber viel wichtiger ist, dass es in Notfällen mit dem Handy viel schneller geht, als zunächst eine Telefonzelle aufsuchen zu müssen. Mindestens so wichtig ist das Handy während den Hausaufgaben, denn nur so kann man mit seinen Klassenkameraden kommunizieren. Wenn man zum Beispiel krank ist, kann man sich ohne Handy nicht informieren.

Abschließend möchte ich sagen, dass ich die Smartphone-Diät für nicht so sinnvoll halte, da man einerseits das Handy in Notfällen einfach benötigt und man andererseits das Handy auch in nicht dringenden Situationen auf lautlos stellen kann und sich auf andere Dinge, wie zum Beispiel auf die Familie oder Freunde konzentrieren kann.

Ich persönlich war anfangs dagegen, bis mich meine Mitschüler davon überzeugt haben, wie gut ihnen die Smartphone-Diät gefallen hat. Jetzt könnte ich mir vorstellen, beim nächsten Mal teilzunehmen, da man dann mehr Zeit für andere Dinge hat ohne abgelenkt zu werden.

Über diesen Weg liebe Grüße an die Klasse 8d der Otto-Hahn-Realschule plus in Bitburg. Auch diese Klasse hat eine Smartphone-Diät durchgeführt und wird auf ihrer Schulhomepage darüber berichten.

Diese Stellungnahme wurde von den Schülerinnen und Schülern der Klasse 8d verfasst.




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