Tadschikistan 2016

„Wir haben Freunde gefunden“

 Schülergruppe der Integrierten Gesamtschule Trier besucht Gymnasium in Tadschikistan

Vor zwei Jahren waren elf Schülerinnen und Schüler des Safina-Gymnasiums aus Chudschand (Tadschikistan) im Rahmen eines Austausches ihrer Schule mit der hiesigen Integrierten Gesamtschule (IGS) zu Gast in Trier. In den Osterferien haben die Trierer Schüler nun den Gegenbesuch in Tadschikistan gemacht.

Tadschikistan ist ein Land der Superlative. Dies wird den Schülern der IGS bereits auf dem Hinflug klar. „Wir waren unheimlich lange unterwegs“, sagt Joel Moyal, Schüler der neunten Klasse „und haben in Novosibirsk eine Zwischenlandung gemacht“. Tadschikistan ist aber auch wirklich weit weg und dies ist nicht die einzige Besonderheit des Landes. Im kleinsten zentralasiatischen Land befinden sich die höchsten Berge, die größten Wasservorräte, die längsten Gletscher Zentralasiens - und die Frauen tragen die buntesten Kleider. Die Berggiganten des Pamirs, auch unter der Bezeichnung "Dach der Welt" bekannt, ragen bis über 7000 Meter in die Höhe.

Für die Kinder aus Trier liegt die Faszination des Landes aber an ganz anderer Stelle. „Die Menschen hier sind extrem gastfreundlich, sie haben uns aufgenommen und behandelt wie ihre eigenen Kinder“, sagt Franziska Weibler (Klasse 9c der IGS Trier). „Es ist mir sehr schwer gefallen, wieder nach Hause zu fahren, so wohl habe ich mich in Chudschand gefühlt – wir haben hier Freunde gefunden“, pflichtet ihr Klassenkamerad Michael Konrad bei.

Die IGS Trier betreibt mehrere Austauschprogramme u. a. mit den Partnerstädten Triers in den USA (Fort Worth) und in Kroatien (Pula). Der Austausch mit dem Safina-Gymnasium in Tadschikistan ist durch den Schachschwerpunkt der IGS zustande gekommen. Genau wie die Trierer Schule hat auch das Safina-Gymnasium einen Schwerpunkt seiner Arbeit auf das Schachspiel gelegt. So wurde bei der jüngsten Begegnung natürlich auch Schach gespielt. In einem Dreiländerturnier mit Tadschiken, Kirgisen und Deutschen konnten die Trierer ihre schachlichen Fähigkeiten messen. Zudem arbeiteten sie an einem Projekt mit dem Titel „Kulturgut Schach“.

Natürlich schauten sich die Trierer Kinder aber auch Land und Leute an. Auf dem Programm standen u. a. der Besuch eines Buzkashi (Reiterkampf), die Fahrt zum Stausee und Barohiston und die Besichtigung des Komoli Chudschand Museums. Insgesamt konnten die  Trierer Schüler viele schöne Eindrücke und ungewöhnliche Erfahrungen sammeln.

Die Leiter der Fahrt Fabian Mohrhardt und Heike Hennige zeigten sich erfreut darüber, dass diese Fahrt und damit die einmaligen Erfahrungen der Kinder der IGS durch die Unterstützung der Stiftung West-Östliche Begegnungen und den PAD der Kultusministerkonferenz möglich gemacht wurde.

Bernd Mallmann





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