Die tapferen Abenteuerer und ihr beschwerlicher Weg zur Quelle der Weisheit

von Lukas Iwan (alle Ähnlichkeiten mit realen Charakteren oder Begebenheiten sind reiner Zufall)

 

Es war einmal im fernen Land der Schulen und Parkplätze, da sammelten sich 18 Gefährten, um zusammen den Wolfsberg zu erklimmen.

Legenden berichteten von einer Quelle der Weisheit, die besondere Fähigkeiten verleihen sollte, wie eine Steuererklärung zu schreiben, Versicherungen abzuschließen und sogar die Macht die Bürokratie des Landes zu durchschauen. Der Name der Quelle war… ABI.

Doch der Berg war hoch und so dauerte der Aufstieg ganze zweieinhalb Jahre. Der Weg war mit zahlreichen Prüfungen erschwert und auf dem Gipfel thronte der Turm der bösen Königin Freis, welche über die am meist gefürchtete Waffe gebot, die man sich als Schüler… äh als tapferer Abenteurer, nur vorstellen konnte… den Sarkasmus. "Ich hoffe Ihr habt einen Taxischein, sonst müsst Ihr zu Fuß wieder hinunter", war nur einer der Zauberflüche, welche die böse Königin von ihrem Balkon aus den Gefährten aus der Ferne entgegenwarf, während sie mit dem magischen Kaffee und der verzauberten Aktentasche wild gestikulierte. Ihr Anblick war gar furchterregend. Der dunkelblonde Schopf drohte wie eine Gewitterwolke, die Augen funkelten, glühend wie brennende Kohlen, über eine Brille, die zweifellos moderner war als ihre Trägerin. Mit Sicherheit stammte sie von einem der zahllosen armen Kinder, welche in ihrer Torheit den Weg in den grausigen Turm fanden, um sich dem Abi als würdig zu erweisen.

Da erschien plötzlich die gute Fee Schmid, die den Tapferen Mut zusprach, mit welchem sie die zweieinhalb Jahre überstehen konnten. "Eure enorme Prokrastination ist mächtiger, als der Sarkasmus der Königin'', sprach die Fee mit sanfter Stimme, ehe sie, gezwungen durch einen bösen und uralten Fluch, an einen Ort fahren musste, an dem alle Feen auf ewig marternd einen Großteil ihres Lebens verbringen müssen.... dem Lehrerzimmer.

Während des Aufstiegs gingen ganze 10 Mitglieder der Gemeinschaft verloren, da sie die Prüfungen, welche als brennende Papierbögen, sorgfältig abgeknickt, vorlagen, nicht bestanden. Stets wachte ein geflügelter Scherge der bösen Königin über die Prüfung und zischte Worte einer fremden Sprache, welche die Tapferen wohl daran erinnern sollte, das die Zeit stets gegen sie arbeitete und sie beim kleinsten Fehltritt, wie etwa zu lautes Atmen, die ewige Verdammnis erfahren sollten. Mittels böser Hexerei erschallte zu jeder vollen Stunde eine unerträgliche Glocke aus dem bösen Turm, welche Pausen von der Arbeit der einläutete, die es allerdings nie gab.

Nach so langer Zeit und so vielen Opfern endlich oben auf dem Gipfel angekommen, stand der Turm, schwarz wie die Nacht und kälter als der Tod. An der Pforte hing ein Pergament, welches den Wochenplan der Königin anzeigte und denjenigen, welche es tatsächlich zum Eingang geschafft hatten, als letzte Warnung diente, es auf keinen Fall zu wagen anzuklopfen.

Drum klopfte der Tapferste der Gruppe sofort an und lauschte einer Reaktion. "Echsenschwanz und Schülerwahn, wer klopft da an meiner Pforte an?" "Der Wind, der Wind, das Neandertalensiskind". So öffnete sich die Pforte und die Gemeinschaft konnte eintreten. Die böse Königin saß an einer mächtigen Tafel und schien darüber erzürnt dass ihre magische Kristallkugel... WINDOWS... nicht reagierte, so oft diese auch mit den wütenden Flüchen der Königin belegt wurde. Sie erhob sich und sprach zur Gemeinschaft: "Ihr sollt das ABI bekommen, wenn Ihr mir folgendes beantworten könnt: Wie lautet die lateinische Übersetzung des Sprichwortes "Irren ist menschlich"?" "Wie gut, dass diese Narren niemals Latein hatten", dachte sich die Königin, während sie ihr boshaftes Lachen anstieß. "Errare humanum est", erschallte es aus der Gruppe und diese Antwort ließ die Königin in ihrem Lachen erstarren. "Das hat euch der Schulleiter... ähm... der Teufel gesagt, das hat euch der Teufel gesagt". Schrie sie, sprang auf ihren BMW... Besen und flog auf und davon, an den Rand der Welt... in die Eifel, wo sie, so sagt man, noch heute haust und Mensch und Tier gleichermaßen erschreckt.

Die Helden indes, frohlockend über ihr jüngst bewältigtes Abenteuer, stimmten ein Freudengeschrei an, welches, so wird erzählt, noch heute von dem Gipfel des Wolfsberges widerhallt.

Und wenn sie nicht gestorben sind, frohlocken sie noch heute.


MSS an der IGS Trier - der Weg zum Abitur


Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern,

wir freuen uns, dass Sie sich für die gymnasiale Oberstufe an der IGS Trier interessieren. Unsere Oberstufe (MSS) existiert seit 2016 und gibt seitdem Schülerinnen und Schülern der IGS und anderen Schulen die Möglichkeit, hier die allgemeine Hochschulreife - das Abitur - zu erwerben.

Das Abitur ermöglicht es, an allen deutschen Universitäten und Hochschulen ein Studium zu beginnen. Ebenfalls erworben werden kann der schulische Teil der Fachhochschulreife. Gemeinsam mit einem einjährigen Berufspraktikum bietet dies die Berechtigung zum Besuch einer Hochschule. Auch in vielen qualifizierten Berufsausbildungen ist oft das Abitur oder die Fachhochschulreife eine Zugangsbedingung oder zumindest gerne gesehen. Neben der Fachkompetenz legen wir auch großen Wert auf die Vermittlung von Selbständigkeit und Methodenkompetenz. Der Besuch unserer MSS eröffnet also weitere Möglichkeiten für die berufliche Zukunft.

Weitere Informationen zur MSS  an unserer Schule erhalten sie hier auf der Homepage, beim Infotag im November oder in einem persönlichen Beratungsgespräch (Termin unter mss(at)igs-trier.de).

T. Freis

(MSS-Leiter)