Abitur 2019

Abi Looking for Freedom

Die Abifeier unserer ersten Abiturienten

Mit einer ausgelassenen Feier hat sich am vergangenen Freitag, dem 29. März, der allererste Abiturjahrgang von der IGS Trier verabschiedet.

Die 29 Abiturientinnen und Abiturienten erhielten ihre Zeugnisse in der Aula der Berufsbildenden Schule, da das C-Gebäude leider nicht rechtzeitig fertiggestellt wurde. Die baulichen Verzögerungen wurden so auch von allen Rednern des Abends thematisiert und einer von ihnen - Baudezernent Andreas Ludwig - konnte auch gleich zu den Problemen Stellung beziehen. Er versprach die Fertigstellung des C-Gebäudes in diesem Herbst und eine Erneuerung der Sporthalle am Wolfsberg.

Doch viel wichtiger als die städtische Baupolitik waren an diesem Abend die Erfolge der Schülerinnen und Schüler, die sich in den vergangenen Jahren ihr Abitur an der IGS Trier erarbeitet haben. Oberstufenleiter Torsten Freis verband das Abimotto "Abi Looking for Freedom" mit Prof. Dr. Rudolf Virchows Zitat "Die akademische Freiheit ist die Freiheit, so viel zu lernen, wie man nur will." Dieser Wille Wissen zu erlangen hat die Abiturienten letztlich an ihr Ziel gebracht: die Freiheit von Schularbeiten und die Freiheit, jeden Beruf zu ergreifen, den sie sich wünschen.

Als Eintrittskarte in die Welt und das Berufsleben beschreibt auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer das Abitur und rät den Absolventen, die an der IGS erworbene Demokratiebildung weiterzuführen, indem sie sich demokratisch einbringen. Das Wichtigste sei jedoch, dass jeder einen Weg finde, mit dem sie oder er persönlich glücklich werde, ein Gedanke, der auch schon in der Rede der Schulelternsprecherin Gabriele Will aufkam. Mit den Worten: "Sie können stolz auf sich sein", lobt Dreyer den Mut der Schülerinnen und Schüler, aber auch der Eltern, sich für den noch ungewöhnlichen Weg des Abiturs an einer IGS zu entscheiden.

Stolz ist auch Schulleiter Dirk Schönhofen auf seinen ersten Abijahrgang, den er als besonders sympathisch beschreibt und ohne den der Schule etwas fehlen wird. Er lobt die besondere Verbundenheit untereinander und das Engagement bei vielen Aktionen wie dem Rollstuhlbasketballturnier oder der Nikolausaktion. Besonderes Lob erhält die Idee, den Motessoriweg am Abistreich mit einem Zebrastreifen zu versehen - ein Geniestreich, an dem sich die Stadtverwaltung ein Beispiel nehmen sollte, wenn er auch leider aus juristischen Gründen wieder entfernt werden musste.

Neben den Reden war der Nachmittag und Abend geprägt von vielen kreativen Beiträgen, wie etwa schauspielerischen Darbietungen und Sketchen der DS-Kurse, musikalische Gestaltung durch die Bläserklasse 6a, den Schüler-Lehrer-Eltern-Chor und die Schulband sowie die sehr unterhaltsame Moderation durch Thomas Kochann, Nino Wintersinger, Patrick Pauli und Max Siegel.

Bevor man zum Essen und dem inoffiziellen Teil des Abends überging, wurden neben den Zeugnissen auch noch einige Preise verliehen: Das beste Abitur hat Lukas Schmitz erworben. Den Geschichtspreis des Philologenverbands erhielt Lukas Iwan und der Preis der Landesbildungsministerin für besonderes Engagement ging an Patrick Pauli. Dieser wurde als scheidender Schülersprecher auch von Verbindungslehrerin Natalie Goin für seinen Einsatz geehrt - genau wie sein Vorgänger Jens Schmitt, der das Schulparlament mit initiiert hat.

Allein diese Beispiele machen deutlich, dass dieser Jahrgang an der IGS fehlen wird. Wir werden euch vermissen und wünschen jeder und jedem Einzelnen von euch alles Gute und viel Erfolg auf eurem weiteren Lebensweg!

 

Fotos: Sybille Schönhofen und Dennis Feser

Einen weiteren Artikel zur Abifeier, der im Wochenspiegel erschienen ist, finden Sie hier.